Brühler Kunstverein
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Exkursionen des Brühler Kunstvereins

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Exkursionen 2024

Hier finden Sie Berichte über bereits stattgefundene Führungen und Exkursionen. Für zukünftige Events schauen Sie bitte in unsere Vorschau.

Führung Max Ernst Museum - Interlocking von Nevin Aladag

Ende Mai führte uns die Museumsleiterin und Kuratorin Madeleine Frey durch die Ausstellung Interlocking von Nevin Aladag. In Stuttgart ist sie dem Werk und der Künstlerin Nevin Aladag erstmals begegnet. Im Louise-Strauss-Saal ist ihr vielfältiges Ouevre in einem Parcour des Wahrnehmens und Mitmachens zu bewundern. Nevin Aladag besitzt ein eigenes Teppich-Atelier, in dem sie seit 15 Jahren Teppiche aller Art sammelt: Kelims aus dem Balkan, dem Iran oder dem Kaukasus, industriell gefertigter Sisal, Velours und Tretford oder billig produzierte Auslegeware. Jeder Teppich wird von Aladag komplett in Kunst recycelt - und dabei ist ihr wichtig, dass die Knüpfer mit dieser Art der Neuverwertung einverstanden sind. Dabei bezieht sie u.a. Basketbälle mit einer zweiten Haut aus textilem Bodenbelag, mit denen die Besucher auf Körbe werfen können, oder sie umhäkelt Gymnastikbälle, mit denen man als mobile Sitzgelegenheit durch die Ausstellung rollen kann. So haben ihre Werke auch eine gesellschaftliche Komponente. In "Interlocking" spielt das soziale und künstlerische Ineinandergreifen eine wichtige Rolle: ein Ineinandergreifen, bei dem man sich sogar beim Betrachten spielerisch die Bälle zuspielen kann.

Führung Max Ernst Museum - Interlocking von Nevin Aladag       Führung Max Ernst Museum - Interlocking von Nevin Aladag
Führung im Max Ernst Museum

Führung Max Ernst Museum - Interlocking von Nevin Aladag       Führung Max Ernst Museum - Interlocking von Nevin Aladag
Museumsleiterin Madeleine Frey (r) erläutert das Werk von Nevin Aladag

Führung Max Ernst Museum - Interlocking von Nevin Aladag       Führung Max Ernst Museum - Interlocking von Nevin Aladag
Ausstellungsobjekte von Nevin Aladag

Fotos: S. Sprick - Text: G.Zimmermann

14.05.2024: Führung St. Peter in Rommerskirchen

Abseits unserer üblichen Exkursionsorte wie Köln, Bonn, Düsseldorf, Aachen oder Düren, ging es im Mai zu einer ungewohnten Kunstreise ins von Brühl aus nördlich gelegene Rommerskirchen. Auf Wunsch von Mitgliedern war das Ziel die Kirche St. Peter, die ganz besondere Kirchenfenster besitzt.
Felicitas Redmer (✝), Max Ernst Stipendiatin 1974, hat sie 1989 entworfen. Jedes der acht Fenster ist zweieinhalb Meter breit, fünf Meter hoch und setzt sich aus 25 rechteckigen Einzelflächen zusammen. Die Künstlerin stellt in acht verschiedenen Motiven Stationen aus dem Leben des Apostels Petrus dar, dem Namenspatron des Gotteshauses an der Kirchstraße. Sie entwarf die Motive im Maßstab 1:1. Die Geschichte der Fenster und ihrer Realisierung stellte ihr Ehemann Hartmut Redmer in seinem Vortrag der Kunstvereinsgruppe anschaulich dar.

Quasi einen "Katzensprung" entfernt befindet sich das Kulturzenrum Sinsteden. Im Vierkanthof aus dem 19. Jahrhundert befindet sich die Trattoria 29, die ursprünglich Horst Lichter betrieb, nun aber von Francesco Mastrapasqua mit seiner erstklassigen italienischen Küche geführt wird. Nach der Einkehr dort erkundeten die Teilnehmer auf eigene Faust die weitläufigen Hallen mit Skulpturen von Ulrich Rückriem sowie das Gelände des Kulturzentrums.

BKV Führung Rommerskirchen       BKV Führung Rommerskirchen
Die beeindruckenden Kirchenfenster von Fee Redmer                                                                             Hartmut Redmer (r) erläuterte die Geschichte ihrer Entstehung.

BKV Führung Rommerskirchen       BKV Führung Rommerskirchen
Einkehr der Gruppe in der Trattoria 29                                                                                                     Skulpturen von Ulrich Rückriem

Fotos: G.M.Wagner - Text: G.Zimmermann

07.03.2024: Kombiführung Leopold-Hoesch-Museum und Papiermuseum Düren

Die erste Exkursion des Brühler Kunstvereins 2024 führte die Teilnehmer am 7. März in zwei sehr unterschiedliche Museen in Düren: in das Leopold-Hoesch-Museum und das Papiermuseum. Zunächst begab sich die 30-köpfige Gruppe ins Papiermuseum. Der preisgekrönte Bau des Kölner Architekten Klaus Hollenbeck erinnert an ein gefaltetes Blatt Papier. In der einstündigen Führung erläuterte Wolfgang Fey in munterer Art und Weise die historische Entwicklung des Papiers sowie ortsspezifische Gegebenheiten. Und er wußte Anekdoten zu Dürener Persönlichkeiten und ganz vieles mehr. Eine kleine Kaffeepause gab es in der Cafeteria des Leopold-Hoesch-Museums. Danach ging die "Reise" weiter durch das im opulenten Neubarock entstandene Museum (1905) mit einer kenntnisreichen Führung von Helga Semmler. Die Teilnehmer staunten über die 2.200 Buntstiftzeichnungen in DinA 7-Größe von Ulrich Rückriem, die auf Augenhöhe in einer Linie durch mehrere Ausstellungsräume gehängt waren - keine glich der anderen. Auch die weiteren Räume präsentierten hochrangige künstlerische Positionen. Es war ein Genuss für die Augen! Und der leibliche kam anschließend im nahegelegenen Lokal "Stiefbrüder" ganz und gar nicht zu kurz.

BKV Kombiführung Düren       BKV Kombiführung Düren

Das Leopold-Hoesch-Museum in Düren und der Weg zum Papiermuseum

BKV Kombiführung Düren       BKV Kombiführung Düren

Führung mit Wolfgang Fey im Papiermuseum und Kaffeepause

BKV Kombiführung Düren       BKV Kombiführung Düren

Führung mit Helga Semmler im Leopold-Hoesch-Museum mit den kleinformatigen Werken von Ulrich Rückriem

BKV Kombiführung Düren       BKV Kombiführung Düren

Weitere Ausstellungsräume im Leopold-Hoesch-Museum

Fotos: S. Sprick, G.M.Wagner - Text: G.Zimmermann