Brühler Kunstverein
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FortSetzung - Zeichnungen und Skulpturen von Petra Siering

Ausstellung vom 15.10. bis 05.11.2017

Vernissage: Sonntag, 15. Oktober 2017, 11.00 Uhr

Einführung: Dr. Petra Oelschlägel, Direktorin der Städtischen Galerie Villa Zanders in Bergisch Gladbach

Finissage mit Künstlergespräch: Sonntag, 5. November 2017, 15.00 Uhr


Herzlichen Dank an die Firma H. Blondiau GmbH, Brühl für die freundliche Unterstützung.



O.T. PA-GR, 2014, 49,5 x 73,2 cm, © Petra Siering

Zur Ausstellung

In der Brühler Ausstellung zeigt Petra Siering, die bereits 1991 beim Kunstverein zu Gast war, Zeichnungen und Skulpturen. Was sie mit Öl und Graphit auf Papier bringt, wirkt eher malerisch als grafisch, denn sie bevorzugt die Fläche vor der Linie. Die Farbe trägt sie mit dem Spachtel auf und kratzt sie zum Teil auch wieder ab. Zurück bleiben Strukturen, die durch mehr oder weniger starke Intensität eine gewisse Körperhaftigkeit aufweisen.
In ihrem skulpturalen Werk kombiniert die Künstlerin Marmorblöcke mit Betonplastiken. Die gegossenen Betonstücke wirken wie eine Ergänzung zu den wie vorgefundenen oder kaum behauenen Marmorblöcken. In der Kombination sehen sie wie passend gemacht aus, der Beton wirkt - in Anlehnung an den Titel der Ausstellung - wie die Fortsetzung des natürlichen Steins. Man darf gespannt sein, wie Petra Siering die Werkstücke und Zeichnungen in der Alten Schlosserei arrangieren wird.

Zur Künstlerin
Petra Siering wurde 1953 in Bonn geboren. Ab 1973 studierte sie Kunst an der FH Kunst und Design in Köln bei Marianne Kohlscheen-Richter und Daniel Spoerri. 1981 wurde sie Meisterschülerin. Sie erhielt u.a. den Kunstpreis der Stadt Bonn (1989 und 2014) und den Hans-Thuar-Preis (1996). Petra Siering lebt und arbeitet in Bonn.

"Differenz und Dialog – beides wird in den Skulpturen, bei denen Petra Siering auf die Kombination von jeweils zwei unterschiedlichen Materialien setzt, zum Thema. Die so genannten „PassStücke“ richten ihr Interesse vor allem auf das Zusammenwirken von Marmor und gegossenen Betonstücken, auf die Kombination von differenten Werkstoffen also, die weder materiell noch optisch eine Verbindung miteinander eingehen, sondern beharrlich ihre Eigenständigkeit bewahren, da sie sich in Farbe, Struktur, Haptik und Anmutung zu sehr unterscheiden. Doch diesem Widerstreit auf der Materialebene setzt Siering mit ihren formalen Entscheidungen „dialogische“, auf Entsprechung und Zusammengehörigkeit zielende Maßnahmen entgegen. Die autonomen Zeichnungen basieren nicht auf dem zeichnerischen Grundelement der Linie, sondern gehen dezidiert von der Fläche aus. Über den nachvollziehbaren Prozesscharakter des Zeichnens hinaus rufen die Farbbahnen mit ihrer unterschiedlichen Farbsättigung die Vorstellung von festen Körpern, Volumina im Raum, von Raumkanten, aneinanderstoßenden Körpern und dergleichen hervor. Gerade in der Offenheit und räumlichen Vieldeutigkeit der Lesarten, in dem Bewegen von Formelementen auf der Fläche, liegt der besondere Reiz dieser Zeichnungen."
Peter Lodermeyer (Auszug, Katalogtext „PassStücke“, 2015)


 

Bilder von der Eröffnung

Petra Siering ©BKV

Gaby Zimmermann, Petra Siering, Dr. Petra Oelschlägel (v.l.)

Petra Siering ©BKV

Dr. Petra Oelschlägel (l) führte in die Ausstellung ein.

Petra Siering ©BKV

Petra Siering ©BKV

Blick in die Ausstellung

Petra Siering ©BKV

Petra Siering ©BKV

Petra Siering ©BKV

Petra Siering ©BKV


Fotos: G.M.Wagner