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Vernissage:
Finissage:
„Von der Farbe zum Licht, vom Material zum Immateriellen, von der Ratio zur Emotion“¹, das sind die Eckpunkte, die die Entwicklung der künstlerischen Arbeit von Margareta Hesse seit Jahrzehnten leiten. Davon zeugen Lichtinstallationen an unterschiedlichsten Orten so wie die Erkundung differierender Schwerpunkte in der malerischen Arbeit in verschiedenen Serien der „Transluziden“ auf transluzidem Polyester, das in dünnen bemalten Platten geschichtet, eine ganz besondere Wirkung entfaltet und vom Licht durchdrungen wird ohne transparent zu sein.
In der Ausstellung sind neuere Arbeiten aus der Reihe der „Farbstücke“ zu sehen, in denen einerseits die grellen Neonfarbkontraste von aggressiv bis süßlich das Auge reizen. Im Kontrast dazu scheinen sich in anderen Bildern wiederum die leuchtenden Neonfarben hinter einer dunklen Farbfläche zu verstecken, oder verschiedene intensiv farbige Flächen addieren sich hintereinander gehängt zu einem monochromatischen Farbeindruck.
Dies alles – ebenso wie die sich verschiebenden Kompositionen der mit Abstand gehängten Bildflächen, die in der Durchsicht durch eine andere Bildfläche ganz anders wirken als in der direkten Aufsicht – entdeckt der Betrachter, der seitlich in die Bilder schaut, oben hinein und unten darunter.
¹ Untertitel des Katalogtextes von Pamela C. Scorzin zur Ausstellung
„Lichtzonen“, Kunstmuseum Ahlen